Berufshaftpflicht
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Berufshaftpflicht
Berufshaftpflicht - Was ist das?
Nicht nur im privaten Bereich ist die Haftpflichtversicherung von großer Wichtigkeit, sondern in hohem Maße auch für Unternehmer und Freiberufler die Berufshaftpflicht. Die Berufshaftpflicht ist die Haftpflichtversicherung für Unternehmen und Selbständige. Denn jeder Selbständige haftet für jegliche Schäden, die er in Ausübung seiner betrieblichen Tätigkeit anderen zufügt. Dabei ist das Risiko einer Schadensersatzklage in den letzten Jahren erheblich gestiegen, da sich durch Änderungen in den Gesetzen im Schadensfall immer schärfere Maßnahmen gegenüber der Unternehmen ergeben. Wer im Schadensfall nicht über einen ausreichenden Versicherungsschutz verfügt, der kann damit in arge finanzielle Bedrängnis kommen, was sehr oft sogar das Aus seiner selbständigen Tätigkeit bedeuten kann.
Berufshaftpflicht - Kombipakete
Vor dem Abschluss einer Berufshaftpflicht gibt es jedoch viele Dinge zu beachten, denn nicht jede Form dieser Versicherung ist für jedes Unternehmen gleich gut geeignet. Für bestimmte Berufsgruppen sind sogar Sonderformen der Berufshaftpflicht vorgeschrieben. Je nach ausgeübtem Beruf stehen von manchen Versicherungsunternehmen auch Kombipakete zur Verfügung, die alle Eventualitäten abdecken. Mit der Berufshaftpflicht kann ein Unternehmer nicht nur sich selbst, sonder auch alle Mitarbeiter, die für ihn tätig sind, versichern.
Berufshaftpflicht - Vermögensschaden
Bei einer Berufshaftpflicht oder auch Vermögensschadenhaftpflicht können bestimmte Berufsgruppen sich gegen Schadenersatzansprüche Dritter absichern, für den Fall, dass der Unternehmer oder Selbständige in Ausübung seiner Tätigkeit einem Dritten einen finanziellen Schaden zugefügt hat. Das ist zum Beispiel bei Rechtsanwälten der Fall, wenn sie einem Klienten eine Auskunft geben, die sich im Nachhinein als falsch herausstellt, was zum Beispiel zu einem negativen Ausgang eines Prozesses führen kann. Oder ein Steuerberater gibt einem Mandanten eine falsche Auskunft, was bei diesem zu finanziellen Einbußen führt.
Berufshaftpflicht - Betriebshaftpflichtversicherung
In solchen Fällen greift eine Vermögensschadenhaftpflicht oder eine Berufshaftpflicht. Diese prüft, ob die Ansprüche von dem Kläger berechtigt sind und übernimmt die Kosten für das Verfahren sowie für den zu zahlenden Schadensersatz. Unberechtigte Ansprüche werden durch die Berufshaftpflicht abgewehrt. Neben der Betriebshaftpflichtversicherung, die für Unternehmen aller Branchen angeboten wird, gibt es noch die Vermögensschadenhaftpflicht. Eine Betriebshaftpflichtversicherung ist für Versicherungsfälle zuständig, in denen der Unternehmer oder einer dessen Mitarbeiter Personenschäden oder Sachschäden verursacht hat.
Berufshaftpflicht bei erhöhtem Risiko
Auch ein daraus resultierender Vermögensschaden, beispielsweise wenn der Geschädigte seinen Beruf aufgrund des Unfalls eine zeitlang nicht mehr ausüben kann und er einen entsprechenden Verdienstausfall zu verzeichnen hat. Eine Berufshaftpflicht geht einen Schritt weiter und versichert weitere Ansprüche, die bei bestimmten Berufen aufgrund des erhöhten Schadenpotenzials zwangsläufig gegeben sind. Dabei sind nicht alle Berufsgruppen verpflichtet, eine Berufshaftpflicht abzuschließen. Ärzte beispielsweise sind keineswegs verpflichtet, eine Berufshaftpflichtversicherung abzuschließen, aufgrund des Risikos eines Kunstfehlers und den daraus resultierenden Folgen ist eine Versicherung aber mehr als empfehlenswert.
Berufshaftpflicht für Freiberufler
Grundsätzlich ist diese Versicherung als Berufshaftpflicht für alle Unternehmen anzusehen, die eine Dienstleistung anbieten. Des Weiteren ist die Vermögensschadenhaftpflicht für alle Freiberufler die richtige Option. Die Palette der Berufsgruppen, die eine Vermögensschadenhaftpflicht oder Berufshaftpflicht benötigen, ist recht breit gefächert, weshalb von den meisten Versicherungen auch individuelle Angebote für jede dieser Branchen zur Verfügung stehen.
Berufshaftpflicht - Selbstständige
Einige wenige dieser Branchen sollen hier einmal genannt werden, allerdings gibt es noch sehr viele mehr: Notare und Anwälte, Wirtschaftsprüfer, Detekteien, Nachlassverwalter, Gutachter, Steuerberater, Arbeitsvermittler, Verwalter allgemein, Übersetzer und Dolmetscher sowie natürlich auch Verbände und Vereine. Ob eine Berufshaftpflicht oder Vermögensschadenhaftpflicht für das eigene Unternehmen in Frage kommt oder sogar notwendig ist, muss am besten mit der Versicherung direkt abgeklärt werden. Grundsätzlich können alle Personen, die freiberuflich tätig sind sowie selbständige Unternehmen diese Berufshaftpflicht abschließen.
Berufshaftpflicht - Pflicht für manche Berufe
In die Versicherung sind auch alle Personen, die in dem Unternehmen angestellt sind, automatisch mit versichert. Wie bereits erwähnt kommen manche Berufe gar nicht umhin, eine Berufshaftpflicht abzuschließen, da sonst gar keine Ausübung ihrer Tätigkeit möglich ist. Das gilt zum Beispiel für Juristen. Bei dieser Berufsgruppe ist es gesetzlich geregelt, dass diese eine Berufshaftpflicht vorweisen müssen, wenn sie ihre Zulassung zur Anwaltschaft beantragen. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese Tätigkeit im anwaltlichen Bereich nur teilweise oder in vollem Umfang ausgeübt wird. Die angesetzte Versicherungssumme bei Anwälten muss in einer Berufshaftpflicht pro Versicherungsfall mindestens 250.000 Euro betragen.
Berufshaftpflicht - verhindert ernste finanzielle Konsequenzen
Dieses ist sogar gesetzlich so vorgeschrieben. Es steht natürlich jedem frei, die Versicherungssumme entsprechend seiner Bedürfnisse und finanziellen Möglichkeiten anzuheben. Aber auch für die Berufsgruppen, bei denen diese Vermögensschadenhaftpflicht nicht gesetzlich vorgeschrieben ist, ist sie zumindest empfehlenswert. Die meisten Dienstleistungsunternehmen sind ja in irgend einer Form beratend, verwaltend oder beurkundend tätig, sodass in Ausübung des Berufs immer einmal versehentlich ein Fehler unterlaufen kann und beispielsweise eine falsche Rechtsauskunft gegeben wird. Da jeder Dienstleistungsberuf eine gewisse Sorgfaltspflicht gegenüber seinen Kunden oder Mandanten beinhaltet, wird von den Gerichten im Falle eines Verstoßes hart geurteilt. Selbst bei im Grunde kleinen Fehlern kann das erhebliche finanzielle Konsequenzen haben.
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